Woher hat der Pilotenkoffer seinen Namen? Ganz einfach: Er wurde speziell für Piloten entwickelt, und deshalb bekam er seine Funktionsbezeichnung auch als Namen. Die ersten Pilotenkoffer wurden so konzipiert, dass sie besonders stabil waren und auf dem engen Raum der Flugzeugkabine gut in einem Fach untergebracht werden konnten. Die Piloten transportierten in ihnen ihre Wechselkleidung, aber auch Karten und Bordmaterialien, die sie für Ihre Flüge benötigten. Deshalb sind Pilotenkoffer auch mit zwei oder mehreren separaten Fächern ausgestattet, so dass sie geöffnet werden können, ohne einen Blick auf ihr komplettes Innenleben frei zu geben. Ursprünglich dienten Pilotenkoffer nur dem praktischen Einsatz, waren aber noch keine begehrten Kultobjekte, so wie sie dies heute sind.

Nutzen nur Piloten einen Pilotenkoffer?

Selbstverständlich nicht. Wer möchte, der kann sich jederzeit einen Pilotenkoffer kaufen, denn sie sind aus dem heutigen Koffersortiment längst nicht mehr weg zu denken. Mittlerweile sind Pilotenkoffer auch mit Rollen und mit einer ausziehbaren Rollstange ausgestattet, so dass sie bequem transportiert werden können. Für Piloten, Stewardessen und das sonstige Kabinenpersonal zählen sie aber nach wie vor zur Grundausstattung.

Wie ist der Pilotenkoffer aufgebaut?

Der klassische Pilotenkoffer besteht aus einer extrem stoßfesten Hartschale, die aus einem robusten Kunststoff gefertigt ist. Auch Modelle in leichtem aber robustem Metall sind erhältlich. Bei hochwertigen Modellen sind die Scharniere besonders stoßfest und durch eine tiefere Einarbeitung im Gehäuse besonders gut vor Beschädigungen geschützt. Normalerweise wird der Pilotenkoffer mit einem Zahlenschloss gesichert. In seinem Inneren befinden sich zwei oder mehr sichtdicht voneinander abgetrennte Abteilungen. So kann ein Abteil geöffnet werden, ohne dass der Inhalt der anderen Kofferhälfte dabei sichtbar wird. Die einzelnen Abteilungen sind bei vielen Modellen mit einer praktischen Fächerkombination oder mit Befestigungsschlaufen ausgestattet. Zusätzlich werden die Inhalte des Pilotenkoffers mit breiten Bändern gesichert. Von innen sind die Außenwände mit weichen Materialien wie zum Beispiel nachgiebigen Schaumstoffen gut gepolstert. Sehr gute Modelle sind mit luftundurchlässigen Dichtungen verbaut, so dass sie – nicht allzu schwer beladen, bei einer Notwasserung auf dem Wasser schwimmen können.

Warum der Pilotenkoffer im Geschäftsleben so gern genutzt wird

Gerade bei vielen Geschäftsleuten wird der Pilotenkoffer als Reisegepäck gesehen. Wer nur für einen oder zwei Tage verreist, der kann seine Wechselkleidung und seine persönlichen Gegenstände gut im Pilotenkoffer unterbringen, während das andere Abteil die Geschäftsunterlagen und sogar ganze Ordner fasst. Der Pilotenkoffer ist so klein, dass er als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden kann. Vor allem wer viel reist, weiß diesen Vorteil bald zu schätzen, denn er muss nicht ständig an Gepäckbändern auf seine aufgegebenen Gepäckstücke warten. Auch dem Verlust des Koffers mit womöglich wichtigen Unterlagen kann so elegant vorgebeugt werden.

Wer machte den Pilotenkoffer so berühmt?

Viele Menschen haben Flugkoffer zum ersten mal im Kino gesehen. Besonders in amerikanischen Spielfilmen, in denen es um Flugzeugentführungen und Flugzeugkatastrophen ging, spielte der Pilotenkoffer häufig eine tragende Rolle. Oder die Helden nutzten ihn als Gepäckstück. So trat der Pilotenkoffer als lässiges Accessoire von Stars oder Filmhelden in das Bewusstsein der Bevölkerung und wurde schnell zum Kult- und Statusobjekt.

Das Image des Pilotenkoffers

Inzwischen gilt der Pilotenkoffer als cool und trendy. Er wird nicht nur auf Reisen genutzt, sondern dient auch vielen Schülern als Schultasche und gleichzeitig als Sitzgelegenheit. In trendgebenden Großstädten wie Mailand, Berlin, New York und Paris sieht man sowohl schicke Büroangestellte als auch eine betont lässige Zielgruppe mit dem Pilotenkoffer. Er strahlt weltläufigkeit, Coolness und eine gewisse Überlegenheit aus, gleichzeitig ist sein Image eng mit dem beruflichen Erfolg und das soziale Ansehen des Piloten allgemein verbunden. So wird der Pilotenkoffer von Menschen genutzt, die ausstrahlen möchten, dass sie es zu etwas gebracht haben.

Abwandlungen des Pilotenkoffers

Die Kofferindustrie hat sich schnell auf den Trend eingeschossen. Pilotenkoffer sind inzwischen nicht nur in ihrer usprünglichen Größe, sondern auch in Halbformat und in Miniaturen als Handtasche zu haben. Längst ist das recht einfallslose Äußere aus einfarbigem Kunststoff oder praktischem Metall passé und durch frohe Farben und polierte, glänzende Materialien ersetzt worden. Viele auffalende Designs, zum Teil im Airbrush-Stil, stehen zur Verfügung. Verzierungen mit Glitzer- und Tattoo-Mustern gehören zum Sortiment ebenso dazu. Auch die Trageschlaufen und Tragebänder sind vielfach verziert oder in optisch auffälligen Farben gehalten.

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